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FAQNaturschutz & Artenschutz

Wie schütze ich Bodenbrüter wie Kiebitz und Feldlerche vor der Mahd?

Drohnen suchen Grünlandflächen vor der Mahd nach Bodenbrütergelegen ab. Gelege werden markiert und ausgemäht oder gesichert – ähnlich wie bei der Rehkitzrettung.

Zuletzt aktualisiert: 2026-06-27

Tags: bodenbrueter brutvogelschutz kiebitz mahd naturschutz

Bodenbrüter wie Kiebitz, Feldlerche, Bekassine und Wiesenweihe legen ihre Nester direkt auf dem Boden – und sind damit bei jeder Mahd stark gefährdet.

Das Problem:

  • Gelege und Küken sind im Gras kaum sichtbar
  • Elterntiere fliegen beim Drohnenflug kurz auf – verraten damit die Lage des Nests
  • Küken drücken sich ans Boden (genau wie Rehkitze)

Wärmebilddrohne als Schutzwerkzeug:

  • Gelege (mehrere Eier haben leichte Eigenwärme) und Küken im Wärmebild sichtbar
  • Auffliegende Altvögel werden als Hinweis auf Nestlage gewertet
  • Flugzeit: früh morgens bei kühlem Boden (bester Kontrast)

Workflow:

  1. Fläche in POICloud einzeichnen, Flugplan erstellen
  2. Flug am Morgen vor der Mahd
  3. Gelege und Küken in POIStudio markieren → Koordinaten in POICloud exportieren
  4. Koordinaten an Landwirt übergeben: Ausmahmähung um Gelege herum
  5. Alternativ: Gelege mit Stäben markieren und Schutzkorb aufstellen

Rechtlicher Hintergrund: Bodenbrütergelege und Küken sind nach BNatSchG streng geschützt. Die Drohnensuche ist eine anerkannte Schutzmaßnahme.

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