FAQ → Naturschutz & Artenschutz
Wie werden Rohrweihen und Wiesenweihen mit der Drohne geschützt?¶
Rohrweihen und Wiesenweihen brüten im Getreide und sind bei der Ernte hochgradig gefährdet. Drohnen orten Nester vorab – der Landwirt spart einen Ausmahmähstreifen gezielt auf diese Stellen aus.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-27
Tags: artenschutz brutvogelschutz naturschutz rohrweihe wiesenweihe
Rohrweihe und Wiesenweihe sind streng geschützte Greifvögel, die regelmäßig in Getreidefeldern und Grünland brüten – mit oft tödlichen Folgen bei der Ernte.
Die Gefährdungssituation:
- Rohrweihe und Wiesenweihe brüten häufig in Wintergetreide (Weizen, Gerste)
- Nester liegen am Boden, versteckt im dichten Bestand
- Küken schlüpfen gerade dann, wenn das Getreide geerntet wird (Juli/August)
- Ohne Schutzmaßnahmen werden Nest und Küken vom Mähdrescher erfasst
Drohneneinsatz für den Nestschutz:
- Fläche bereits ab Mai/Juni regelmäßig beobachten (Balzflüge der Weihen sind sichtbar)
- Sobald Brut vermutet: Drohnenflug am frühen Morgen
- Nest mit Wärmebild orten – Alttier auf dem Nest ist wärmer als Umgebung
- GPS-Koordinaten des Nests in POICloud dokumentieren
- Koordinaten an Landwirt und Erntemaschinen-Fahrer weitergeben
- Ausmahmähung: 50 m Radius um Nest bleibt stehen bis Küken flügge
Rechtliche Grundlage: Rohrweihe und Wiesenweihe sind nach EU-Vogelschutzrichtlinie und BNatSchG streng geschützt. Viele Naturschutzbehörden koordinieren aktiv Schutzprogramme und zahlen Landwirten Ausgleichszahlungen.