FAQ → Wärmebildtechnik & Thermografie
Welche Wetterbedingungen beeinflussen die Qualität von Wärmebildaufnahmen?¶
Regen, Nebel, starke Sonneneinstrahlung und Wind reduzieren die Erkennbarkeit im Wärmebild. Früh morgens bei klarem Himmel ist der optimale Zeitpunkt für beste Bildqualität.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-26
Tags: bildqualitaet regen sonne waermebildtechnik wetter
Wärmebildkameras sind leistungsfähig – aber nicht für alle Wetterbedingungen gleich gut geeignet.
Sonneneinstrahlung:
- Sonnenstrahlung erwärmt Boden, Steine und Vegetation → reduzierter Kontrast zum Tierkörper
- Besonders problematisch: 2–3 Stunden nach Sonnenaufgang
- Abhilfe: Bildoptimierung in POIStudio (erhöht rechnerischen Kontrast)
Regen:
- Nasse Oberflächen kühlen schnell ab → kurzfristig guter Kontrast zu warmen Tieren
- Leichter Regen: Bildqualität akzeptabel, IP55-Schutz der Drohne ausreichend
- Starkregen: Wassertropfen auf Linse stören das Bild, Einsatz beenden
Nebel:
- Dichter Nebel absorbiert Infrarotstrahlung erheblich
- Sichtweite im Wärmebild reduziert sich deutlich
- Einsatz bei Nebel < 200 m Sicht nicht empfohlen
Wind:
- Starker Wind kühlt warme Oberflächen ungleichmäßig ab
- Tierkörper wird von Windseite stärker abgekühlt → asymmetrische Wärmesignatur
- Boden kühlt durch Wind schneller → leicht verbesserter Kontrast möglich
Ideale Bedingungen:
- Klarer Himmel, kein Regen
- Kurz nach Sonnenaufgang (Boden kalt, Tier warm)
- Windstille oder leichter Wind (< 4 m/s)
- Temperatur unter 20 °C
Fazit: Früh morgens bei klarem Wetter – das ist die goldene Regel für beste Wärmebildqualität.