FAQ → Naturschutz & Artenschutz
Kann ich Amphibien und Reptilien mit einer Wärmebilddrohne erfassen?¶
Ja – Amphibien und Reptilien nutzen Wärmeplätze, die im Wärmebild gut sichtbar sind. Monitoring besonders in der Morgen- und Abenddämmerung möglich. Artbestimmung nur in Kombination mit Bodenerfassung.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-27
Tags: amphibien artenschutz monitoring naturschutz reptilien
Wechselwarme Tiere wie Amphibien und Reptilien zeigen ein besonderes Wärmemuster, das die Drohnensuche erleichtert.
Warum Wärmebild funktioniert:
- Reptilien (Eidechsen, Schlangen) wärmen sich aktiv auf Steinen, Totholz und südexponierten Böschungen auf – diese Wärmeplätze heben sich vom Hintergrund ab
- Amphibien (Frösche, Kröten, Molche) sind in der Dämmerung aktiv und wärmer als der kühle Boden
Optimale Bedingungen:
- Reptilien: Früh morgens bei klarem Himmel – Tiere wärmen sich auf, bevor der Boden sich erwärmt
- Amphibien: Abend-Dämmerung und Nacht während der Laichsaison (März–Mai)
Typische Anwendungen:
- Zauneidechsen-Erfassung vor Baumaßnahmen (artenschutzrechtliche Prüfung)
- Kreuzkröten- und Kammmolch-Monitoring in FFH-Gebieten
- Erfassung von Wanderbewegungen an Amphibienzäunen
Grenzen:
- Sehr kleine Tiere (Molche <15 cm) sind schwer erkennbar
- Im Wasser sitzende Tiere haben kaum Temperaturkontrast zum Wasser
- Artbestimmung aus der Luft ist schwierig – nur in Kombination mit Bodenerfassung möglich
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