Wie fliege ich die Drohne im Winter oder bei Kälte sicher?¶
LiPo-Akkus verlieren bei Kälte Kapazität und können beschädigt werden. Akkus vor dem Flug auf mind. 15–20 °C vorwärmen und Flugzeit reduzieren.
Zuletzt aktualisiert: 2026-06-26
Tags: akku einsatz kaelte lipo winter
Kälte ist der größte Feind von LiPo-Akkus – mit der richtigen Vorbereitung sind Wintereinsätze aber gut möglich.
Das Problem bei Kälte:
- LiPo-Akkus verlieren bei niedrigen Temperaturen Kapazität (bei 0 °C bis zu 30–40 % weniger Flugzeit)
- Tiefentladung bei Kälte kann den Akku dauerhaft schädigen
- Die Drohne kann bei unerwarteter Entladung abstürzen
Empfehlungen:
- Akkus im Warmen lagern und erst kurz vor dem Flug entnehmen
- Akkus vor dem Flug auf mind. 15–20 °C vorwärmen (z.B. Akkutasche mit Heatpads oder Fahrzeuginnenwärme)
- Hover-Warm-up: Nach dem Start 1–2 Minuten in 2–3 m Höhe schweben, bis die Akkutemperatur steigt
- Flugzeit auf 70–75 % der Nominalzeit begrenzen
- Kritische Akkuwarnung früher beachten – Rückkehr bei 30 % einplanen
- Ersatzakkus im beheizten Fahrzeug lagern
Drohne selbst: DJI Enterprise-Drohnen sind für Temperaturen bis –10 °C (Mavic 3T) bzw. –20 °C (Matrice 4T) ausgelegt. Die Kamera kann sich bei Temperaturschwankungen beschlagen – vor dem Einsatz akklimatisieren lassen.
Rehkitzrettung im Winter: Die thermische Suchsaison beginnt meist im Mai/Juni. Wintereinsätze sind eher für Forstwirtschaft, Inspektion oder BOS-Einsätze relevant.